Was ist EMDR?

EMDR steht für "Eye Movement Desensitization and Reprocessing" - auf Deutsch "Desensibilisierung und Nachverarbeitung durch Augenbewegungen".
EMDR ist bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern wirksam. Die EMDR Therapie basiert darauf, dass jeder Mensch über ein natürliches Selbstheilungssystem verfügt, mit dem er belastende Erfahrungen verarbeiten kann. Eine EMDR Therapie regt dieses System an und hilft die belastende Erinnerung zu verarbeiten.

Wozu ist eine EMDR Behandlung gut?

Durch wissenschaftliche Untersuchung besteht eine gesicherte Wirksamkeit bei: 
- Posttraumatische Belastungsstörung
- Andere Auswirkungen belastender Lebenserfahrungen
- Starke Trauer nach traumatischen Verlusterlebnissen
- Folgen von frühen Traumata, die ihren Ursprung auch in der Kindheit haben können.

Noch nicht offiziell von den Krankenkassen anerkannt, aber durch erste Studien ist die Wirksamkeit belegt bei:
- Depressionen
- Angst und Panik
- bestimmten Ängsten, z.B. Prüfungsängsten
- chronischen Schmerzen

Verlauf einer EMDR- Therapie

Zentrales Element der EMDR-Behandlung ist die geleitete Augenbewegung - auch bilaterale Stimulation genannt. Die Patientin bzw. der Patient erinnert sich an die traumatische Situation und folgt dabei den Fingern der Therapeutin mit den Augen, während die Behandelnde die Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. 
In der Regel leitet die Psychotherapeutin während der Sitzungen mehrere Sequenzen der Augenbewegungen an, die eine halbe bis eine Minute dauern. Die belastende Erinnerung verblasst Stück für Stück und die Symptome verändern sich zum Positiven. Die Patientinnen und Patienten lernen, mit den alten Erinnerungen umzugehen und entwickeln eine angemessene Distanz zu der Erinnerung. 
Dies alles geschieht auf der Basis einer fundierten Anamnese und in einem sicheren, geschützten Rahmen.